Buskeismus

Stasi-Fall  Gregor Gysi

 

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Am 9. November 1977 fand ausweislich eines der HA IX zuzuordnenden Vermerks gleichen Datums (Dok. Nr. 141 (142)) der erste "Sprecher" zwischen Rudolf Bahro und Rechtsanwalt Dr. Gysi statt. In diesem Vermerk wird u.a. ausgeführt: "Im Anschluß an den Sprecher betonte der Rechtsanwalt gegenüber dem Unterzeichner, daß er die Verteidigung BAHROS nur ungern übernommen habe, (..)." Weiterhin werden die folgenden Äußerungen Dr. Gysis dokumentiert: "Er persönlich, so führte er weiter aus, halte Leute wie BAHRO für unverbesserliche Feinde des Sozialismus, die man besser rechtzeitig versuchen solle, in die BRD abzuschieben, da eine ideologische Umerziehung unmöglich sei. In diesem Zusammenhang bot er sich an, BAHRO gegebenenfalls, so "staatlicherseits" ein Interesse daran bestünde, den Gedanken einer Übersiedlung in die BRD nahezulegen, um "unnötigen Ärger nach der Haftentlassung in die DDR" zu ersparen. Des weiteren gab er der Hoffnung Ausdruck, daß eine gerichtliche Hauptverhandlung, falls eine solche stattfindet, nur "in ganz kleinem Rahmen" durchgeführt wird und nicht aus "falschem Demokratieverständnis" ein größerer Prozeß stattfindet."

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Dokument Nr.: 141

Am 9. November 1977 fand ausweislich eines der HA IX zuzuordnenden Vermerks gleichen Datums (Dok. Nr. 141 (142)) der erste "Sprecher" zwischen Rudolf Bahro und Rechtsanwalt Dr. Gysi statt. In diesem Vermerk wird u.a. ausgeführt: "Im Anschluß an den Sprecher betonte der Rechtsanwalt gegenüber dem Unterzeichner, daß er die Verteidigung BAHROS nur ungern übernommen habe, (..)." Weiterhin werden die folgenden Äußerungen Dr. Gysis dokumentiert: "Er persönlich, so führte er weiter aus, halte Leute wie BAHRO für unverbesserliche Feinde des Sozialismus, die man besser rechtzeitig versuchen solle, in die BRD abzuschieben, da eine ideologische Umerziehung unmöglich sei. In diesem Zusammenhang bot er sich an, BAHRO gegebenenfalls, so "staatlicherseits" ein Interesse daran bestünde, den Gedanken einer Übersiedlung in die BRD nahezulegen, um "unnötigen Ärger nach der Haftentlassung in die DDR" zu ersparen. Des weiteren gab er der Hoffnung Ausdruck, daß eine gerichtliche Hauptverhandlung, falls eine solche stattfindet, nur "in ganz kleinem Rahmen" durchgeführt wird und nicht aus "falschem Demokratieverständnis" ein größerer Prozeß stattfindet."

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